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Letzter Schliff für Qualitätsbleche

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Förderbandanlage inkl. Shuttle 1/2

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Die Zukunft stellt die Aufgaben

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Vollintegrierte Blechfertigung

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Stahlservice ohne Vorlaufzeit

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Nachrüstung von Abkantpressenabsicherungen

Das Arbeiten an einer Gesenkbiegepresse ist mit einem erheblichen Gefahrenpotential für den Bediener verbunden. Häufig ist auf Grund der Werkstückgeometrie ein sehr dichtes Arbeiten an der Biegelinie notwendig...

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Sobald sich ein Körperteil im Schutzfeld bzw. auf der Biegelinie befindet, wird die gefährliche Bewegung verhindert oder sicher gestoppt.

Sobald sich ein Körperteil im Schutzfeld bzw. auf der Biegelinie befindet,...

...Auf dieser Biegelinie fährt in der Regel das Oberwerkzeug in die V-förmige Matrize und formt dabei das abzukantende Blech zu dem gewünschten Winkel. Wird die Presse geschlossen und befindet sich nun Hand oder Finger zwischen Stempel und Matrize, hat dies in der Regel fatale Auswirkungen für den Maschinenbediener. Ein Unfall in dieser Situation ist nicht selten mit Verlust von Finger oder Hand verbunden. Der betroffene Mitarbeiter hat nach einem solchen Unfall oft nur noch eine eingeschränkte Lebensqualität. Zusätzlich entstehen dem Betrieb hohe Kosten durch Arbeitsausfall, Rehabilitation und Versicherungsansprüche.

Aus diesen Gründen schreiben die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften Schutzmaßnahmen für die Vermeidung von Unfällen an Gesenkbiegepressen vor. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel Zweihandeinrückungen (diese Sicherheitseinrichtung ist entsprechend der EN12622 als alleiniger Schutz für den Eilgangbetrieb nicht mehr zulässig). Bei Zweihandeinrückungen ist der Bediener während der Schließbewegung gezwungen beide Hände auf den Betätigungstastern zu lassen, damit ein Zufahren der Presse möglich ist. Dies hat aber den Nachteil, dass bei kleinen Werkstücken das Halten und Führen des Werkstücks nicht möglich ist. Ebenfalls bedeutet diese Absicherung auch eine erhebliche Einschränkung in der Produktivität der Anlage.

Zusätzlich ist eine weitere Person durch diese Maßnahme nicht gesichert. Aus diesen Gründen werden in der Praxis diese Schutzeinrichtungen häufig überbrückt. Die Gesenkbiegepresse wird unsicher im reinen Fußpedalbetrieb zugefahren. Das heißt, der oder die Bediener arbeiten ohne Sicherheitseinrichtung an der Gesenkbiegepresse. Eine weitere
Eigenart von Gesenkbiegepressen sind die Losgrößen der Werkstücke, die auf der Maschine bearbeitet werden sollen. Auf manuell bedienten Pressen werden kleinere bis mittelgroße Stückzahlen produziert. Kleine bis mittelgroße Losgrößen erfordern ein häufiges Wechseln der Werkzeuge.

Neues Sicherheitskonzept für Gesenkbiegepressen

Erste Erfahrungen mit dem Sicherheitskonzept AKAS® von Fiessler Elektronik konnte das ThyssenKrupp Aufzugswerk an einer neuen Gesenkbiegepresse sammeln, die mit diesem System vom Hersteller der Presse entsprechend der prEN12662 (Sicherheit von Werkzeugmaschinen – Hydraulische Gesenkbiegepressen) schon ausgerüstet war. Aus der Notwendigkeit die Produktivität bei maximalen Sicherheit zu erhöhen und auf Grund der guten Erfahrungen mit der einfachen Bedienung des Systems entschloss man sich, vier weitere Gesenkbiegepressen, die bisher mit einer Zweihandeinrückung ausgerüstet waren, mit dem System AKAS® nachzurüsten. Das Abkantpressenabicherungssystem AKAS® besteht aus einem 3-dimensionalen Laserschutzfeld, das zwischen dem AKAS® Sender und Empfänger unterhalb des Oberwerkzeugs aufgebaut ist. Sobald sich ein Körperteil im Schutzfeld bzw. auf der Biegelinie befindet, wird die gefährliche Bewegung verhindert oder sicher gestoppt. Ungeachtet dessen können Kleinteile mit diesem System sicher abgekantet werden, ohne dass eine Einschränkung bezüglich der Sicherheit für den Maschinenbediener erfolgen muss.

Maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau

Entsprechend dem europäischen Normentwurf prEN12622 ist diese optische Sicherheitseinrichtung mit einem Laser als Lichtquelle ausgerüstet. Der sichtbare Rotlichtlaser ermöglicht durch seine speziellen Eigenschaften den Einsatz auch bei spiegelnden Oberflächen ohne die Sicherheit durch eventuelle Umspiegelungen einzubüßen bzw. den Bediener zu blenden. Das 3-dimensionale Schutzfeld ist so ausgelegt, dass das Sicherheitssystem unempfindlich gegen Maschinenvibrationen
und Fremdlicht ist. Für verschiedene Werkstückformen stehen dem Bediener die beiden einfach anzuwählenden Betriebsarten Flachkanten oder Kastenkanten zur Verfügung. Durch eine sehr kurze Systemreaktionszeit kann mit dieser Sicherheitseinrichtung eine maximale Produktivität bei gleichzeitig hohem Sicherheitsniveau erreicht werden. Der kontinuierliche Biegezyklus ohne Zwischenstopp für alle Werkstückgeometrien ist ebenfalls positiv für die Produktivität der Gesenkbiegepresse.

Wichtig bei jeder Sicherheitseinrichtung ist die Bedienerfreundlichkeit. Nur wenn das Sicherheitssystem vom Bediener akzeptiert wird, ist sicher gestellt, dass es in der Praxis auch angewandt wird. Aus diesem Grund und zur Minimierung der Rüstzeiten beim Werkzeugwechsel, sind beim System AKAS® Sender und Empfänger an elektromotorischen Supports angebracht. Wird ein neues Oberwerkzeug, das sich von der Höhe des vorherigen unterscheidet, eingespannt, muss der Bediener lediglich den Einstelltaster kurz drücken. Danach stellt sich das Sicherheitssystem vollautomatisch auf das neue Oberwerkzeug ein. In Abhängigkeit des Bremsweges der Gesenkbiegepresse wird der optimale Abstand zum Oberwerkzeug einjustiert. Diese automatische Einstellung kann Werkzeughöhendifferenzen bis zu 490 mm abdecken.

Zusätzliche Justagefehler werden verhindert

Das patentierte vollautomatische Einstellsystem verhindert zusätzlich Justagefehler. Auch bei seltenem Werkzeugwechsel weiß der Bediener sofort, wie die Justage durchgeführt wird. Dadurch erhöht sich die Sicherheit des Systems sowie die Verfügbarkeit der Anlage. Neben der Überwachung der Biegelinie in Eil- und Arbeitsgeschwindigkeit als Klemmschutz von Finger oder Hand kontrolliert dieses Abkantpressenabsicherungssystem auch die für die Abwärtsbewegung verantwortliche Hydraulik durch die integrierte EDM (external device monitoring) Funktion. Zusätzlich überwacht das System die Einhaltung der Schleichganggeschwindigkeit (“safety speed“). Denn erst wenn eine Geschwindigkeit von v≤ 10mm/s
erreicht ist, darf entsprechend der EN12662 das Schutzfeld in der vertikalen Ebene ausgeblendet werden. Dies ist nur in Kombination mit einem sicheren 3-Positions Fußpedal zulässig.

Das System AKAS® bietet nicht nur Sicherheit für Finger oder Hand sondern übernimmt auch den Schutz der Maschine und bietet dadurch wiederum indirekte Personensicherheit. Sind die Werkzeug- und Materialparameter nicht korrekt, verhindert diese Sicherheitseinrichtung das Zufahren der Presse und schützt somit den Bediener gegen das Herausschießen von Werkzeugteilen durch ein mögliches „Sprengen“ von Stempel und/oder Matrize. Einschließlich der vorgeschriebenen Nachlaufkontrolle beim ersten Hub bietet das Abkantpressenabsicherungssystem AKAS® die komplette Sicherheit für Gesenkbiegepressen entsprechend Kat. IV ( EN954 ) und Sil 3 (IEC62061).
Bericht in folgenden Kategorien:
Abkantpressen, Gesenkbiegemaschinen

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