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Ein Höchstmaß an Flexibilität

22.10.2008: Bystronic Austria


Bei der AL-KO Kober GmbH im Werk Ramsau im Zillertal werden in der Industriekomponentenfertigung rund 1.500 verschiedene Teile lasergeschnitten und 1200 unterschiedliche Teile gebogen. Um qualitätsbewusst produzieren zu können, bedarf es zuverlässiger und flexibler Schneid- und Umformtechnologien. Mit zwei neuen Laserschneidanlagen und zwei Abkantpressen von Bystronic wird dies gewährleistet.

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Die Bystar ist eine flexible Universallösung, die neben der Flachbearbeitung auch die schnelle Bearbeitung von hohen Volumenteilen problemlos ermöglicht.

Die Bystar ist eine flexible Universallösung, die neben der Flachbearbeitung...

Die Unternehmensgruppe AL-KO wurde 1931 in Kötz bei Günzburg (D) gegründet und gliedert sich heute in die Geschäftsfelder Fahrzeugtechnik, Garten+Hobby und Lufttechnik. Heute arbeiten für AL-KO weltweit in über 40 Gesellschaften annähernd 4.000 Mitarbeiter. Die AL-KO KOBER GMBH mit ihren zwei Standorten Zell und Ramsau im Zillertal konzentriert mit rund 400 Mitarbeitern ihre Aktivitäten auf den Unternehmensbereich Fahrzeugtechnik.

In Zell beschäftigt man sich überwiegend mit der Produktion von Radbremsen für Anhänger, Anhängerkupplungen, Sicherheitsseilwinden, Betätigungseilzügen oder Handbremszügen. In Ramsau fertigt AL-KO zum einen hauptsächlich Bremsen, Kupplungen und Winden für die eigene Unternehmensgruppe, zum anderen liegt der Schwerpunkt in der Fertigung von Stahlblechkomponenten für die Fahrzeugindustrie. Aus diesen beiden Werken gehen rund 80 Prozent der Produktion in den Export und in Firmen der AL-KO Unternehmensgruppe. „Praxisbezogene Entwicklung, qualitätsbewusste Produktion zeichnen unsere Produkte aus. Wir haben uns damit in der Industrie und beim Endkunden einen sehr guten Namen gemacht“, erklärt Josef Resch, Betriebsleiter Werk Ramsau bei AL-KO Kober GmbH. Um dies auch weiter in die Praxis umsetzen zu können, investierte man im Werk Ramsau in zwei neue Laserschneidanlagen und zwei Abkantpressen von Bystronic.

Bei den Laserschneidanlagen handelt es sich um zwei Bystar 3015 mit je 4,4 kW Laserleistung. Die Bystar ist eine flexible Universallösung, die neben der Flachbearbeitung auch die schnelle Bearbeitung von hohen Volumenteilen problemlos ermöglicht. „Speziell bei der Bystar 3015 in Längsausführung ist die Zugänglichkeit im gesamten Arbeitsbereich optimal, da der Bediener von der Längsseite an die Maschine
geht“, ist Dietmar Leo, Verkaufsmanager bei der Bystronic Austria GmbH, von der Bystar überzeugt. Dadurch ist ein einfaches und schnelles Auflegen von Resttafeln ohne Kollisionsgefahr möglich und somit auch flexibel für Expressaufträge zwischendurch.

Integrierter Materialfluss, effizientes Handling


Die erste Maschine, die 2006 angeschafft wurde, verfügt zusätzlich über das automatische Be- und Entladesystem Bytrans. „Dadurch kann nach der 2. Schicht in die Nacht hinein mannarm produziert und die Laufzeiten entsprechend verlängert werden. Der Nutzungsgrad der Maschine wird dadurch von ca. 55 Prozent auf sicherlich 70 bis 75 Prozent erhöht“, beschreibt Josef Resch die Vorteile des Tafelbe- und entschickers. „Das System mit Bytrans ist speziell für Unternehmen konzipiert, die mit einem wenig diversifizierten Rohmaterial produzieren. Die Aufträge werden in der Regel wiederholt produziert“, ergänzt Dietmar Leo. In Ramsauer Werk wird zu 98 Prozent Stahlblech in Stärkebereichen von 1 bis 15 mm bearbeitet, in kleinerem Umfang auch Niro und Alu.


Bytrans wurde bei AL-KO in der Verlängerung zum Wechseltisch aufgebaut „Das Be- und Entladen erfolgt in nur sechzig Sekunden. Selbst beim kürzesten Schneidplan muss die Laserschneidanlage nicht warten, bis das Entladen erfolgen kann“, weist Dietmar Leo auf die Schnelligkeit des Systems hin. Die integrierte Tafelbeschickung überführt die Blechtafeln ohne zusätzliche Handgriffe automatisch auf den Wechseltisch. „Aufgrund der kurzen, von der Blechdicke unabhängigen Zykluszeit, profitiert AL-KO in Form einer extrem hohen Verfügbarkeit der Maschine“, fährt Leo fort. Der Automatikbetrieb kann so lange gefahren werden, bis der Blechstapel aufgebraucht ist, ein neuer Job einen Materialwechsel erfordert oder der Stapel der geschnittenen Teile die maximale Höhe erreicht hat. Durch die große Anzahl der Sauger ist außerdem sichergestellt, dass alle Standardblechformate verarbeitet
werden können.
„Mit dieser Automatisierungslösung lässt sich eine mannarme Fertigung einfach erreichen. Das ermöglicht uns eine Mehrmaschinenbedienung im Dreischichtbetrieb, in der jeweils ein Mitarbeiter beide Anlagen bedient“, so Josef Resch. Die Bedienung des ByTrans erfolgt übrigens über die ByVision-Hochleistungssteuerung der Laserschneidanlage und somit über ein einziges Bedienterminal.

Die zweite Laserschneidanlage, die heuer in Betrieb genommen wurde, ist mit dem Blechtafelbeschicker Byloader ausgerüstet. Dieser verfügt über eine automatische Beladung, aber keine automatische Entladung mehr. Ein Mitarbeiter übernimmt dabei das Materialhandling und bedient die Anlage. „Die fertigen Bauteile und Restbleche lassen sich bei laufendem Schneidbetrieb manuell vom Wechseltisch entnehmen“, beschreibt Josef Resch. Bei AL-KO wird in sehr kleinen Losgrößen - standardmäßig zwischen 1 und 20 gefertigt. Darum stand eine flexible und schnelle Auftragsverarbeitung an erster Stelle im Bedürfnisprofil der zweiten Anlage. „Diese Anlage ist auf die Herstellung von Einzelteilen, komplexer Teile und kleineren Serien ausgerichtet“, fährt Dietmar Leo fort.

Alles aus einer Hand


Bei der Entwicklung von Laserschneidsystemen verfolgt Bystronic den Grundsatz „Alles aus einer Hand“. Sowohl die Maschine und Laserquelle als auch die Steuerung und die Applikationssoftware sind eine Eigenentwicklung von Bystronic. So ist sichergestellt, dass diese Schlüsselkomponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind und eine maximale Prozesssicherheit erreicht wird. Der Schneidkopf, der mit zwei Brennweiten das gesamte Materialspektrum abdeckt, ist mit einem Schnellwechselsystem ausgestattet. Die Düse wird automatisch gereinigt. Darüber hinaus werden beim Einstechen durch den Laserstrahl entstehende Materalperlen durch Querblasen beseitigt.
„Die in der Z-Achse integrierte CLS-Einheit überwacht die Schneidlinse und verhindert ein mögliches Durchbrennen. Eine Überwachung und Steuerung der Schneidqualität ist selbstverständlich“, ergänzt Dietmar Leo die Eigenschaften des Schneidkopfes.

Zentrale Steuerung und systemübergreifende Software


Auf dem 15-Zoll-Touchscreen werden sämtliche Funktionen der Steuerung Byvision bereitgestellt, allerdings stets nur diejenigen, die der Bediener zum entsprechenden Zeitpunkt benötigt. „Das Handbediengerät ist integriert und kann jederzeit für zeitsparende Einricht- und Justierarbeiten eingesetzt werden“, so Leo. „Auch komplexe Schneidpläne lassen sich innerhalb von Sekunden auf die Maschine übertragen.“

Die Anwendersoftware Bysoft von Bystronic unterstützt dabei die Arbeitsvorbereitung sowie die Verschachtelung und ermöglicht eine flexible und einfache Teileerfassung. Bysoft hat den großen Vorteil, dass sie systemübergreifend, speziell für die Prozesse Schneiden und Biegen entwickelt wurde. Die Software verknüpft die Schnittstellen entlang der gesamten Prozesskette, von der Auftragsübernahme über die Konstruktion und Fertigung bis zur Lagerverwaltung. „Die vom Kunden bzw. auch von uns selbst erstellten DXF-Dateien werden in die jeweilige Maschine überspielt und mithilfe der Software Bysoft eine sogenannte Auflageoptimierung durchgeführt, um den Verschnitt so gering wie möglich zu halten“, beschreibt Josef Resch den Ablauf eines Auftrages.

Die 2D-CAD-Daten für den Schneid- bzw. Biegeprozess lassen sich aus einem Fremdsystem übernehmen oder direkt konstruieren. Dann kann das Werkstück als 3D-Biegeteil visualisiert und der Biegevorgang mit den gewählten Werkzeugen simuliert werden. Auf Basis der Biegedaten wird anschließend das verkürzte Einzelteil für den Flachzuschnitt und der Export der Biegedaten für die Abkantpresse erstellt. Daraufhin wird die Schneidtechnologie ausgewählt und Anschnitte sowie Schneidreihenfolge definiert. Auf dieser Basis führt die Software die Verschachtelung aus, berechnet den Materialverbrauch
sowie die Schneidzeiten und generiert die Laserprozessdaten. „Ausgereifte Softwaretechnologie verbessert die Effizienz der Prozesse, sorgt für einen reibungslosen Informationsfluss und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung“, meint der Betriebsleiter in Ramsau. „Bysoft sorgt für einen zuverlässigen Datenfluss entlang der gesamten Fertigungsprozesse und hilft so, Zeit und Kosten zu sparen. Jeder Prozess baut auf den Ergebnissen des vorangegangenen auf und alle wichtigen Daten lassen sich zentral abrufen und verwalten“, bringt es Dietmar Leo auf den Punkt.

Warum sich AL-KO beim Laserschneiden für Bystronic entschieden hat, hatte mehrere Gründe. Zum einen suchten die Verantwortlichen eine sehr leistungsfähige Maschine mit einer Laserleistung von mindestens 4 kW, zum anderen musste die Marke einen sehr guten Ruf haben. Die Investitionskosten spielten dabei eine sekundäre Rolle, die Hauptkriterien waren Schnelligkeit, Leistungsfähigkeit und Flexibilität. „Ich konnte mir speziell in Oberösterreich einige Maschinen in der Praxis ansehen und wurde dort von der Bystronic-Technologie überzeugt. Das hat sich bis jetzt auch bei uns bestätigt“, fügt Josef Resch hinzu.

Luftbiegetechnologie vom Feinsten


Bei den beiden Abkantpressen handelt es sich um eine Beyeler PR 150 mit 3.100 mm Abkantlänge und eine Beyeler PR 100 mit einer Abkantlänge von 2.000 mm. Die mit einem 5-Achsen-Hinteranschlag ausgestattete PR 150 ist mit zwei Stempelsätze und sechs Matrizensätze ausgerüstet, die PR 100 verfügt über einen Stempelsatz und vier Matrizensätze.

Dank ihrer ultimativen Pressure Reference (PR) Biegetechnologie mit hydraulisch-dynamischer Bombierung erfüllt die Beyeler Abkantpresse PR höchste Ansprüche in der Blechteilefertigung. Durch das PR-System werden äußere Einflüsse wie Unter- und Oberwangenverformung, Variationen in der Blechdicke, Temperatureinflüsse und die Seitenständerauffederung
kompensiert. Bei der hydraulischen, dynamischen Bombierung wird die Position des Bleches durch genaue Druckmessung bestimmt. Für die notwendige Kompensation der Ober- und Unterwangendeformation sorgen Kurzhubzylinder in der Unterwange. „Die hydraulische, dynamische Bombierung verstellt sich während des Biegens automatisch, ohne dass der Bediener eingreifen muss. Weiters verfügt die Maschine standardmäßig über eine automatische Blechdickenmessung und der Maschinenkörper wird temperaturüberwacht“, beschreibt Dietmar Leo die Vorteile des PR-Systems.

Die netzwerkfähige 2D-/3D-Grafiksteuerung erleichtert dem Benutzer mit der Visualisierung der Biegefolge und Kollisionsbetrachtungen mit Informationen hinsichtlich des Materialhandlings die Bedienung der Maschine. Auf den beiden Abkantpressen wird wie beim Laserschneiden überwiegend Stahlblech in Stärkebereichen von 1 bis 15 mm und Abkantlängen zwischen 200 mm und 3.000 mm von drei Mitarbeitern pro Schicht bearbeitet.

Schnelles Service als oberstes Prinzip


Aus ähnlichen Überlegungen wie bei den Laserschneidmaschinen entschied man sich auch beim Biegen für Bystronic. Man wollte zusätzlich den Umstand nutzen, alles von einer Firma aus einer Hand zu erhalten. „Dies wirkt sich vor allem bei der Verwendung der gleichen Software für beide Technologien positiv aus“, begründet Josef Resch die Wahl auf Bystronic. Auch das bekannt gute Service war ein Kriterium für die Entscheidung für Bystronic. „Uns ist wichtig, dass das Service im Störungsfall schnell reagiert. Die standardmäßige Servicewartung muss so abgewickelt werden, dass im Betrieb keine Probleme dadurch entstehen. Mit der Schnelligkeit und Zuverlässigkeit von Bystronic sind wir sehr zufrieden.“ Dietmar Leo weist auf die Stärken des Services bei Bystronic hin: „Für uns gilt als oberstes Prinzip, dass unsere Kunden mit unseren Systemen ein Maximum an Profit erzielen sollen. Dies bedingt eine hohe Verfügbarkeit dieser Systeme. Deshalb bieten wir unseren Kunden auch optimal auf ihre Bedürfnisse angepasste Wartungsverträge an. Geplante Wartungen sind einfach sinnvoller als das Beheben
von Problemen, wenn ohnehin schon die Liefertermine drücken“.

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